Der Norden baut smart

Laut einer kürzlich durchgeführten Studie von finanzen.de zum smarten Wohnen in Deutschland legen Bauherren und Immobilieneigentümer in Schleswig-Holstein den größten Wert auf ein vernetztes Zuhause, Rang 3 belegen Häuslebauer in Hamburg. Auch in Niedersachsen (Platz 6) und Mecklenburg-Vorpommern (Platz 9) ist das Interesse am smarten Bauen hoch. Diese und weitere Ergebnisse decken sich vielfach mit den Erfahrungen von Stefan Denker, Geschäftsführer der Q-Data Service GmbH, die er und sein Team in Beratungsgesprächen und bei der Durchführung von Planungsaufträgen machen.

Bildrechte: finanzen.de

So besagt die Studie, dass Eigenheimbesitzer mit 2.549 Euro rund zweimal so viel für Smart Home-Lösungen ausgeben, wie Mieter, die lediglich 1.108 Euro investieren. Außerdem zeigt sich, dass besonders junge Bauherren ausgeschlossen gegenüber Smart Home-Lösungen sind: Während in der Altersgruppe der nach 1995 Geborenen 64 Prozent ein schlaues Haus planen bzw. bauen, setzen nur knapp 12 Prozent der Babyboomer moderne Techniken im Eigenheim ein, obwohl sie vom Fortschritt bei smarten, altersgerechten Assistenzsystemen (auch als AAL bekannt) profitieren könnten.

Stefan Denker, Geschäftsführer der Q-Data Service GmbH, kann die Ergebnisse aus eigener Erfahrung bestätigen: „Im Neubausegment von Einfamilienhäusern erleben wir häufig, dass sich Bauherren bereits recht gut über technisch Machbares und Mögliches erkundigt haben und wissen, was sie möchten. Auch Käufer von Eigenheimen, die ein bestehendes Objekt zum Smart Home umbauen möchten, sind relativ gut informiert darüber, worauf es ankommt, um wirklich das Potenzial eines vernetzten Wohngebäudes auszuschöpfen und wollen ihr Haus auch entsprechend zukunftssicher und werthaltig ausstatten.“ Großen und umfassenden Beratungsbedarf sieht der Systemintegrator bei der Planung von neu zu bauenden und bei der Sanierung von bestehenden Mehrfamilienhäusern. „Hier ist nach wie vor ein enormer Wissenstransfer in Richtung der Bau- und Immobilienwirtschaft zu leisten, um die Notwendigkeit vernetzter Funktionalitäten zu vermitteln, insbesondere im Hinblick auf den Einsatz und die Steuerung regenerativer Energien sowie die Integration von Elektromobilität.“ Angesichts der im Klima- und Konjunkturpaket beschlossenen Maßnahmen, wie die ab dem 2021 geltende CO2-Bepreisung, der bevorzugten Sektorkopplung und die Gebäudeinfrastruktur für die Einbindung von Elektrofahrzeugen vorzubereiten, ist Denker jedoch zuversichtlich, dass das Thema Smart Home auch hier weiter Fahrt aufnimmt.

Die vollständige Studie finden Sie auf der Webseite www.finanzen.de/magazin/smart-home-hausbau. Hier erläutert Stefan Danker zudem, was bei der Integration von Smart Home-Lösungen beim Hausbau zu beachten ist.

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