Digitales Büro: Konnektivität ist das Wichtigste

August 2018 Laut einer Umfrage von Wired Score unter 339 Entscheidern in Unternehmen ist eine schnelle und ausfallsichere Internetverbindung das wichtigste Kriterium bei der Bürosuche. 89 Prozent gaben an, dass eine hochverfügbare Internetverbindung unerlässlich sei für ihre Produktivität. 35 Prozent sehen zudem einen beträchtlichen Investitionsbedarf bei der Kommunikationsinfrastruktur. Woran man die Konnektivität eines Büros feststellt, erfahren Sie in diesem Blog.

© Dagmar Hotze

Schnelles Internet als Produktivitätsfaktor

Im digitalen Zeitalter ist die Internetanbindung eines Gebäudes so wichtig wie Heizung, Strom und Wasser. Denn wenn es zu Störungen oder Ausfällen kommt, stehen Geschäftsprozesse still, Kundenanfragen können nicht bearbeitet werden und dem Unternehmen entstehen hohe Verluste. Im Rahmen der Suche von Büroflächen ist die Qualität der digitalen Infrastruktur deshalb mittlerweile das zentrale Entscheidungskriterium – vor der Miete oder modern ausgestatteten Räumlichkeiten. Das hat YouGov in Zusammenarbeit mit Wired Score, einem Unternehmen, das die Infrastruktur von Gewerbeimmobilien bewertet, in einer Studie unter 339 Unternehmensentscheidern herausgefunden.

Wie digital ist die technische Büroinfrastruktur?

Niemand kann es sich heute noch leisten, in ein neues Büro einzuziehen und dann nachträglich festzustellen, dass die digitale Infrastruktur des Gebäudes nicht den Anforderungen genügt. Unternehmen stellt das vor eine Herausforderung: Weil zahlreiche Faktoren zusammenspielen, ist die Bewertung der Konnektivität eines Gebäudes eine komplexe Aufgabe. Der folgende von WiredScore erstellte Fragenkatalog kann helfen, sich bei der Begutachtung potenzieller Mietflächen ein erstes Bild zu verschaffen:

1. Ist die Immobilie mit Glasfaser ausgestattet?
Mietentscheider sollten in Erfahrung bringen, ob das Gebäude an eine oder mehrere Glasfaser-Standleitungen angebunden ist. Hier kommt es darauf an, dass die verfügbare Bandbreite der Zahl der Nutzer im Gebäude und deren Anforderungen gerecht wird. Auch die interne Verkabelung der einzelnen Büros und Geschosse ist von Bedeutung: Auch hier sind Glasfaser-Leitungen gewöhnlichen Kupferkabeln überlegen.

2. Welche Netzbetreiber sind verfügbar?
Zu prüfen ist auch, wie viele Netzbetreiber und welche Anbieter dem im Gebäude zur Verfügung stehen. Mehrere Netzbetreiber bieten unter anderem den Vorteil, dass bei einem Ausfall auf einen weiteren Provider zurückgegriffen werden kann. Zusätzlich wirkt sich die Konkurrenz unter den Netzbetreibern positiv auf die Kosten aus.

3. Sind die Telekommunikationskabel im gesamten Gebäude sicher verlegt?
Telekommunikationskabel sollten im gesamten Gebäude sichert, das heißt in Pritschen oder Kabeltrassen, verlegt werden, um das Risiko von Beschädigungen zu minimieren. Nur so lässt sich sicherstellen, dass Servicepersonal, Handwerker oder auch eigene Mitarbeiter nicht versehentlich die empfindlichen Leitungen beschädigen und so für einen Totalausfall sorgen. Ein weiterer Aspekt ist die IT-Sicherheit: Wenn Kabel und Telekommunikationsequipment für jedermann zugänglich sind, haben Datendiebe leichtes Spiel.

4. Bietet das Gebäude die Möglichkeit, Telekommunikationsausrüstung im Notfall mit Netzersatzstrom zu versorgen? Störungen im Stromnetz können schwerwiegende Folgen für die digitale Infrastruktur nach sich ziehen – angefangen bei toten Leitungen bis hin zum ungeregelten Herunterfahren von Servern, was Hardware-Defekte und Datenverluste nach sich ziehen kann. Eine USV-Anlage (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) schafft hier Abhilfe. Auch sollte für solche Notfälle stets ein Ansprechpartner erreichbar sein, der Reparaturmaßnahmen einleiten oder Technikern Zugang zu relevanten Räumen verschaffen kann.

5. Ist in öffentlichen Bereichen des Gebäudes eine lückenlose WLAN-Versorgung sichergestellt?
Je nach Gebäudetyp gibt es größere öffentliche Bereiche, in denen sich Gäste der eingemieteten Unternehmen für längere Zeit aufhalten. Damit diese sich wohlfühlen und am Laptop oder Smartphone produktiv werden können, ist eine lückenlose Versorgung mit WLAN entscheidend. Es ist Aufgabe des Eigentümers, diese in öffentlichen Bereichen seiner Immobilie sicherzustellen.

Nachrüsten für die Zukunft

Damit Unternehmen die Konnektivität einer Büroimmobilie auf Anhieb erkennen, hat Wired Score ein Zertifizierungsverfahren entwickelt, das den Vernetzungsgrad der Kommunikationsinfrastruktur bewertet und so für Bestandshalter und Büromieter transparent macht. Für Büromieter, die die Infrastruktur ihrer bestehenden Mietfläche nachträglich auf ein zukunftsorientiertes Niveau bringen möchten, hat QDS ein breites Portolio an Leistungen und Lösungen, von der IP-basierten Telefonanlage bis zur Planung und Umsetzung umfangreicher Konferenzraumtechnik. Auch Eigentümern von Büroimmobilien hilft das Team gerne mit Rat und Tat weiter.

Text: Wired Score / Bearbeitet und ergänzt von Dagmar Hotze