GET Nord 2016: Umfassende Elektroplanung sehr gefragt

Die GET Nord war ein großer Erfolg: Über 40.000 Besucher kamen zur Leitmesse für Elektro, Sanitär, Klima und Heizung und mehr als 500 nationale und internationale Aussteller präsentierte ihre Produkte. Dazu gehörte erstmals auch die Q-Data Service GmbH, die neben Lösungen für Smart Home und Smart Building auch über Sicherheit der Gebäudeautomation informierte und durch das E-Haus führte. Den Nachbericht mit Eindrücken finden Sie hier.

GET Nord Messe
Bild: Reinhard Heymann
Bild: Reinhard Heymann
Bild: Reinhard Heymann

GET Nord 2016: Die Zukunft gehört der ganzheitlichen Elektroplanung

Am vergangenen Samstag, den 19. November 2016, ging die GET Nord überaus erfolgreich zu Ende: Mehr als 500 nationale und internationale Aussteller präsentierten ihre Lösungen und Produkte in den Bereichen Elektro, Sanitär, Heizung und Klima. Über 40.000 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich ausführlich über Trends in der Gebäudetechnik zu informieren. Erstmals war die Q-Data Service GmbH mit einem Messestand vertreten und informierte über die Planung von Smart Homes und Smart Buildings. Darüber hinaus fand der tägliche Vortrag von QDS-Geschäftsführer Reinhard Heymann über Sicherheitsaspekte der Gebäudeautomation im IT-Forum großen Zulauf. Der Hintergrund für das rege Interesse ist die Hackerattacke auf Teile der Schlüsselinfrastruktur des Internets vor wenigen Wochen, nach dem die Webseiten von Internetgiganten wie Amazon, Facebook und Twitter über Stunden nicht zu erreichen waren. Experten vermuten dahinter den “Testlauf” für einen weitaus größeren Angriff. Das Brisante daran: Es wurden nicht, wie bisher üblich, Computer verwendet, die zu einem sogenannten “Botnetz” verknüpft waren, sondern ungesicherte “smarte” Haushaltsgeräte sowie mit dem Internet verbundene Drucker und Überwachungskameras. Das Internet der Dinge (kurz auch als IoT bekannt) bzw. die mit ihm verbundenen Sicherheitsfragen sind also keineswegs trivial, sondern müssen im Rahmen einer Smart Home-Planung ebenfalls genauestens berücksichtigt werden.

Smart Home vor Hackerattacken schützen

Zum Erstaunen der Zuhörer zeigte Heymann in seiner Präsentation, wie einfach das virtuelle Eindringen in ein Smart Home ist, das ohne Firewall oder sonstige Schutzmaßnahmen mit dem Internet verbunden ist. Hätte sich der Hacker erst einmal Zutritt verschafft, könne er nicht nur das Licht ein- und ausschalten oder die Heizung regulieren, sondern weitaus üblere Dinge tun – ohne dass der Nutzer etwas davon mitbekäme, so der IT-Experte, der sich seit beinahe 15 Jahren mit vernetzten Wohngebäuden beschäftigt. Eindringlich appellierte er deshalb, sich auch mit IT-Sicherheitskonzepten für Smart Homes auseinanderzusetzen. “Denn bedenken Sie, dass Sie nicht von Haftungsrisiken befreit sind, wenn Ihr Smart Home gehackt werden sollte und dann mit dem “ferngesteuerten Zuhause” Unfug angestellt wird!”, warnte Heymann.

E-Haus-Führungen waren ausgebucht

Außerdem war QDS bei der Sonderschau “E-Haus” aktiv vertreten und führte Handwerker, Planer, Architekten und Verantwortliche aus der Immobilienwirtschaft durch das Modellobjekte. Rolf Beitz hatte alle Hände voll zu tun, den Interessenten die Funktionen zu erläutern und detalliert Einblicke in das Zusammenspiel der unterschiedlichen Technologien zu geben. Im E-Haus wurden sowohl Techniken für den Neubau, als auch für die Nachrüstung von Gebäuden vorgestellt. Das Spektrum reichte von der Erzeugung regenerativer Energien über deren Nutzung bis zu Starterpakete für das “mitwachsende Haus” durch altersgerechte Assistenzsysteme (sog. Ambient Assisted Living, AAL). Auch hier spielte in vielen Gesprächen die Security von Haustechnik eine Rolle. “Gefreut hat mich vor allem, dass umfassende Lösungen gefragt waren, wie etwa die Energiespeicherung in Kombination mit der Nutzung von Elektromobilität oder Starterpakete, mit denen sich das Smart Home sukzessive um altersgerechte Assistenzsytemen erweitern lässt”, sagt Beitz.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Zukunftsaufgabe

Das abschließende Fazit von Reinhard Heymann über die GET Nord: “Längst sind Elektrotechnik und IT im Bereich von Smart Home eine Einheit geworden. Das hat zur Folge, dass eine ganzheitliche Elektroplanung erforderlich ist, die auch ein IT-Sicherheitskonzept für alle integrierten Geräte beinhaltet. Und das wiederum führt dazu, dass wir alle – vom Architekten bis zum ausführenden Gewerk – noch wesentlich interdisziplinärer zusammenarbeiten müssen. Und hierbei stehen wir in den kommenden Jahren vor enormen Herausforderungen.